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Gut zu Wissen: Unsere Tipp‘s fürs Überleben unter Südtirolern

Zugegeben, wir Südtiroler sind ein eigenes Volk. Aber liebenswert durch und durch :-) Meist ziemlich stolz auf unser Landl und gerne als dickköpfig bekannt. Auf gar keinen Fall geizig und immer (echt rund um die Uhr) gastfreundlich. Wir lieben das Leben und haben unsere Prinzipien. Da als Gast den Überblick zu behalten, kann schon ganz schön schwierig sein...

Gut, dass Ihr uns habt :-) Wir bereiten Sie gerne auf Ihre Urlaubstage bei uns vor & sorgen nun regelmäßig für einen neuen "Aha-Moment".

Über 1000 Meter sind alle beim "du"

Am Berg werden wir alle zu besseren und netteren Menschen. Heiterkeit und Gelassenheit macht sich breit.

Und dann trifft man auf einen anderen Wanderer, sozusagen einen "Gleichgesinnten". Erste Reaktion: Blickkontakt behalten und Schritt für Schritt ein breiteres Lächeln aufsetzen. Dann kommt (meist schon viel zu früh) ein ganz nettes "Griestenk" - also Guten Tag in unserem Dialekt raus.
Gerne baut sich ein Gespräch auf uuunnddd da kommen wir zum wichtigsten Punkt: Am Berg wird jeder gedutzt. Egal ob man nur eine Frage nach dem Weg, Wetter oder Papiertaschentuch hat. Über 1000 Meter ist jeder wie dein bester Freund :-)

Der richtige Schuh

Wir können es nicht bestreiten, wenn es um Schuhe geht ist der Südtiroler heikel. Es gibt gewisse Grundregeln, die man unter allen Umständen einhalten sollte, wenn man "verschmitze" Blicke vermeiden möchte. Keine Socken unter den Sandalen. Keine tiefen Sneaker mit Socken bis zu den Waden. Flip Flops in der Altstadt sind von der Stilpolizei grundsätzlich verboten. Und und und...

Zudem achtet der Südtiroler auch darauf, die richtigen Schuhe am Berg zu tragen. Auf dem Waalweg tut's ein Turnschuh, der aber wiederum auf einem Hochgebirgssteig nichts verloren hat. Beim Laufen brauchts einen anderen Schuh als zum Radfahren. Mit dem Auto zum Startpunkt reichen Sneaker, vor Ort darf man dann die Bergschuhe anziehen. Gerne würden wir nun den Frauen das ganze Dilemma "in die Schuhe schieben", das wäre allerdings gelogen, denn Herr Südtiroler tickt genauso ;-)

Ein Schnäpschen auf der Alm

Hüttengaudi muss sein! Das Motto eines jeden Hüttenwirtes. Deshalb wird dir auf jeder (guten) Alm, ein Schnäpschen nach dem Essen angeboten. Und hier gilt die Regel: auf KEINEN FALL ablehnen. Ansonsten geht man schnell mal als "Spießer" durch und der ein oder andere Hüttenwirt kann schon mal beleidigt sein. Auch wenn man das Etikett nicht kennt, eins können wir versprechen, der selbstgebrannte Schnaps zahlt sich aus. Und vielleicht verrät dir der Hüttenwirt, ja nach Runde zwei, sogar sein Geheimrezept. Na dann, Prost! ;-)

Wie man Knödel isst

Als Kinder haben wir gelernt, wie man mit Messer und Gabel richtig isst, aber im Südtirol Urlaub hilft das wohl ziemlich wenig ;-) Denn auf der Almhütte gelten messerscharfe Regeln: Kein Knödel – egal ob Speck, rote Bete, Käse, in der Suppe oder mit Butter – darf ein Messer sehen! Sie werden ausnahmslos mit Gabel oder Löffel mundgerecht zerteilt. Wer zum Messer greift, beleidigt den Koch, oder schlimmer die Köchin. Die Botschaft wäre nämlich fatal: der Knödel ist zu hart. Und da wir wirklich keinen Knödelkrieg beginnen möchten, folgen Sie am Besten unseren Essens-Tipps :-)

Einen "Gspritzten" bitte

Ein heißer Sommertag, eine traumhafte Wanderung am Berg und die Almhütte schon bald erreicht. Jetzt fehlt eigentlich nur noch die kühle Erfrischung. Ein Gspritzter soll es sein :-) Jaaaa genau, keine Rotweinschorle oder Weißweinschorle, in Südtirol ist es der Gspritzte. Bedeutet rot oder weiß gespritzer Wein. Mit diesem Tipp machen Sie bestimmt eine ganz tolle Trink-Figur :-) 

"Watten", Lieblingskartenspiel der Südtiroler

Wenn man uns fragen würde, was ein "echter" Südtiroler alles können, muss... da würden wir nicht lange brauchen, bis das bekannte Kartenspiel "Watten" fallen würde. Was als Gesellschaftsspiel gilt kann hier schnell zur bitteren Wahrheit werden, denn bei diesem Spiel sollen auch schon komplexe politische Fragen ausgehandelt worden sein oder Haus und Hof an den Gegner verspielt worden sein. Zugegeben, auch die Südtiroler sind sich nie ganz einig, wie man den ganz genau das Kartenspiel spielt. Im Vinschgau zählt man die Punkte nur bis 13 und im Meraner Land bis 15 und im Unterland spielt man gegen die Uhr und im restlichen Südtirol mit der Uhr. Diese Regelabänderungen können gern zu Streit und Diskussion führen (da berichten wir aus Erfahrung ;-), deshalb unser Tipp: Wenn Sie auch Watten möchten, am besten immer nur mit Einheimischen aus demselben Dorf. Wenn Sie diese Regel einhalten, kann das das Spiel viel Spaß machen und man kommt bestimmt immer gut damit an.

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