Zum Hauptinhalt springen
Farmhouse Torgglerhof Logo

Unsere drei Lieblingseisdielen

Gelato, Glück & kleine Umwege

Unsere drei Lieblingseisdielen

Gelato, Glück & kleine Umwege

Eine Kugel Eis ist schnell bestellt – und noch schneller geschmolzen. Eine gute Geschichte schmeckt dagegen noch lange nach. Deshalb möchten wir Euch unsere drei Lieblingsgelaterie vorstellen. Nicht nur wegen ihrem Eis, sondern wegen der Menschen & Geschichten dahinter. Und weil sich heiße Sommertage bekanntlich nicht nur mit Tschelatti kühlen lassen, haben wir Euch gleich noch ein paar Ausflugsideen in der Nähe mit auf die Waffel gepackt.
Na dann, lasst's Euch schlecken!

#₁ Seta | Meran

Gelato jenseits des Waffelrands
Luca scheint eine Schwäche für gute Ideen zu haben. Und für gutes Essen. Aufgewachsen im Chinarestaurant seiner Eltern in Meran, lernte er schon früh, Geschmäcker aus unterschiedlichen Welten miteinander ins Gespräch zu bringen. Es folgten die Hotelfachschule, ein Sushi-Restaurant und heute gleich mehrere Projekte in der Passerstadt: das Café Darling, der Newcomer Mentao mit hausgemachten Dumplings, Ban Mian-Nudeln und Matcha sowie Seta – Lucas Antwort auf Gelato. Gemeinsam mit seinem Schwager Damiano hat er direkt an der Postbrücke einen kleinen Meraner Sommerkosmos geschaffen: erst Espresso, später Gelato, irgendwann Aperitivo in der Nachmittagssonne.

Poppige Pastellfarben, peppiges Design, überraschende Sorten und eine gute Portion Weltoffenheit prägen die wohl coolste Eistheke der Stadt. So wie Luca selbst: vielseitig, neugierig und immer ein bisschen anders, als erwartet. Der Name bedeutet übrigens “Seide“. Ein passender Verweis auf die Seidenstraße, die einst Kulturen und Genusswelten zwischen Ost und West verband. Genau dort, irgendwo zwischen chinesischen Wurzeln, japanischer Küche und italienischer Gelatokultur, bewegt sich auch Lucas Geschichte.

Harter Sommer-Crush: Basilikum-Lemon Curd. Liebe auf den ersten Schleck.

Seidenstraße mit grünem Kardamom, Gewürznelken und Zimt, Weiße Schokolade-Chili, Pfirsich-Oolong, Karamell-Miso, Brown Butter, Matcha und Açai. Gelato mit ziemlich viel Fernweh.

Gassi gehen mit Eurem Eis. Sich ohne Ziel durch die Lauben treiben lassen, ein bisschen Schaufenster bummeln. Dann Sommerpromenade, Winterpromenade, Gilfpromenade oder auf dem Tappeinerweg hoch über die Stadtdächer. Oder zwischen Palmen und Seerosen durch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff schlendern. Vielleicht doch noch für eine zweite oder dritte Kugel vorbeischauen. Oder sich gleich mit einem Spritz in die Sonne pflanzen. Kurz gesagt: Für einen spontanen Gelato-Stopp kann ein Nachmittag in Meran erstaunlich lange werden.

#₂ Mano | Schenna

Kreativität nel cono, per favore

Diese Geschichte beginnt nicht mit Eis. Sondern mit Mode & Design. Denn eigentlich verbrachte Hanna ihre Tage früher vor Magazinen und Moodboards, nicht vor Eismaschinen. Seit zwei Jahren gestaltet die Quereinsteigerin jetzt Gelato – und macht sich ihr Gespür für Farbe und Komposition zu Nutze. Sie experimentiert mit salzigen, bitteren und umamireichen Noten und schafft Kreationen, die neugierig machen: Granatapfel-Orange-Ingwer, Erdbeer-Rhabarber oder ihre persönliche Lieblingssorte, gesalzene Pistazie. Wer durch die Glasscheibe in ihr laboratorio schaut, sieht nicht nur Eis entstehen. Sondern die vielen kleinen Handgriffe dahinter. Und versteht plötzlich, warum Hanna ihre Gelateria ausgerechnet Mano –italienisch für "Hand"– genannt hat.

Mohn-Zwetschge. So wie Omas Kuchen – nur zum Schlecken.

Wer immer Vanille bestellt, scrollt jetzt bitte weiter. Mit dabei sind: Limette, Minze-Roter Pfeffer, Blaubeere-Rosmarin (wohl bald der beste Freund von unserem JoRo), Joghurt-Marille, Wassermelone, Pfirsich-Jasmintee und Thai-Basilikum. Klingt wie eine Farbpalette. Schmeckt deutlich besser.

Von Mano im Ortskern von Schenna lässt sich das Dorf wunderbar zu Fuß erkunden. Richtung Schloss Schenna. Zum Mausoleum. Über den Mitterplattweg durch Weinberge und Apfelwiesen hinunter nach Meran und mit dem Bus zurück ins Passeiertal. Oder über den Maiser Waalweg zurück nach Saltaus, zu Fuß bis direkt vor unsere Haustür. Die Aussicht auf Meran gibt's inklusive. Kostet nichts. Schmilzt auch nicht.

#₃ AiJOO | Naturns

Ein kleines Wort, ein großer Traum
Der Vinschger Ausdruck AiJOO steht unkompliziert für "Ach ja" oder "Na klar". Perfekt also für Katrin, ihre optimistische Art und ihre bodenständige Gelateria. Mit AiJOO hat sie den Mut gehabt, ihre Kugel ins Rollen zu bringen: handgemachtes Eis, natürlich und ohne viel Schnickschnack. Dafür wurde die Eisdiele bereits mit zwei Coni im renommierten Gourmetführer Gelaterie d'Italia von Gambero Rosso ausgezeichnet. Auf die Waffel kommen Südtiroler Milch, Vinschger Erdbeeren, Marillen, Pfirsiche und Äpfel aus den Obstgärten ihres Bruders, Meraner Schokolade von 58chocolate sowie echte Bourbon-Vanille und sizilianische Pistazien und Mandeln.

Vor vier Jahren tauschte Katrin Büro gegen Handwerk. Seitdem produziert sie täglich frischen Gelato. Verkauft wird nur, was in der Theke steht. Nichts auf Vorrat, kein endloses Sortiment. Reduktion ist hier kein Kompromiss, sondern Philosophie. Denn für Katrin gilt: In der Einfachheit liegt das Besondere. Abends ist die Eistheke dementsprechend oft leer. Besser also etwas früher vorbeischauen – bevor die Lieblingssorte schon in anderen glücklichen Händen durch Naturns spaziert.

Topfenknödel. Für alle, die schon immer mal einen Knödel aus der Waffel essen wollten.

Ständig wechselnd – sie kann ja schließlich nicht jeden Tag das gleiche schlecken. Mal ist es Piemonteser Haselnuss von Giorgio, ihrem Bauern des Vertrauens. Zur Zeit Honigmelone. Und wenn dann die Vinschger Marille reif ist, natürlich Marilleneis. Ist doch klar, als waschechte Vinschgerin!

Ein Eis bei AiJOO lässt sich wunderbar mit einer Wanderung entlang der nahegelegenen Waalwege am Naturnser Sonnenberg bis zum Messner Mountain Museum auf Schloss Juval kombinieren. Für Familien warten ein Erlebnispark und Erlebnisbahnhof in Naturns oder der archeoParc in Schnals. Kurz gesagt: Erst Eis, dann Abenteuer. Oder umgekehrt. Wir urteilen da nicht.

Und weil das Schnalstal quasi ums Eck liegt: erst Höhenmeter sammeln, dann Eiskugeln. Ob mit der Gondel zur Lazaun-Hütte (und den Mountain Carts zurück ins Tal), bei einer Wanderung zur Mastaunalm oder nach einem Kaiserschmarrn am Eishof – spätestens auf dem Heimweg ist ein Stopp bei AiJOO eigentlich Pflichtprogramm.

Lieblingsplätze

Schlemmen & Naschen

Must Dos in Meran

Unsere Lieblingsorte der Stadt

Die lässigsten Südtiroler Labels

Wir hätten da ein paar Tipps